Responsive
Dienstag, Juni 18
Blogging, Marketing, Design - wer sich selbst im Web darstellt und dem das Talent zum Wort gegeben ist, der sucht nach einem perfekten "Workflow". Zum Erstellen von Webseiten sind Rapidweaver und Stacks erste Wahl. Wie aber die Inhalte pflegen, wenn man "nur" mit einem Chromebook unterwegs ist? Rapidweaver ist eine Anwendung für den Mac. Man muss beim Einfügen von Inhalten ja nicht immer gleich die gesamte Umgebung zur Seitengestaltung aufrufen.
Das geht nur über ein Blogsystem wie tumblr oder blogger (Google), dass man extern mit RapidWeaver velinkt. Bisher habe ich das über ein Stack zu tumblr von Joe Workman (<-das ist die Rapid Weaver Koryphäe!) gemacht. Das wir mir nicht flexibel genug.
Seit heute habe ich Rapidweaver mit RapidBlog erweitert - eine geniale Lösung um über den Google Account Blogpostings zu schreiben, die dann automatisch mit der eigenen Seite synchronisiert werden. Speichert man wichtige Inhalte sowieso auf Google, ist das Einbinden eines Bildes oder eines YouTube Videos nur ein Mausklick entfernt.
Das Beste aber: schauen sie sich killert.de man auf einem Smartphone oder Tablet an. Meine Seite ist jetzt "responsive", d.h. sie passt sich dem Medium, das sie anzeigt, an.
Hier geht es zu RapidBlog.
Demnächst schreibe ich mehr dazu.
Das geht nur über ein Blogsystem wie tumblr oder blogger (Google), dass man extern mit RapidWeaver velinkt. Bisher habe ich das über ein Stack zu tumblr von Joe Workman (<-das ist die Rapid Weaver Koryphäe!) gemacht. Das wir mir nicht flexibel genug.
Seit heute habe ich Rapidweaver mit RapidBlog erweitert - eine geniale Lösung um über den Google Account Blogpostings zu schreiben, die dann automatisch mit der eigenen Seite synchronisiert werden. Speichert man wichtige Inhalte sowieso auf Google, ist das Einbinden eines Bildes oder eines YouTube Videos nur ein Mausklick entfernt.
Das Beste aber: schauen sie sich killert.de man auf einem Smartphone oder Tablet an. Meine Seite ist jetzt "responsive", d.h. sie passt sich dem Medium, das sie anzeigt, an.
Hier geht es zu RapidBlog.
Demnächst schreibe ich mehr dazu.
Kommentare
Mr. Change in Berlin
Dienstag, Juni 18
Barack Obama besucht Deutschland. In vielen Medien ist von Enttäuschung die Rede. 4 1/2 Jahre Amtszeit und kein versprochener "Change".
Obama ist sicherlich nicht jenseits von Kritik. Aber ich bin gespannt, wie Historiker seine Rolle einmal bewerten werden. Ich bin zum Beispiel sicher, dass Barack Obama am 04. Juni 2009 mit einer Rede in der Universität von Kairo den "Arabischen Frühling" ausgelöst hat. In unseren Medien hat diese Rede nicht viel Beachtung gefunden - bei den jungen Menschen in der arabischen Welt aber war und ist sie wegweisend.
Ein Artikel auf zeit.de zu dieser Rede.
Die Rede im Wortlaut (pdf)
Obama ist sicherlich nicht jenseits von Kritik. Aber ich bin gespannt, wie Historiker seine Rolle einmal bewerten werden. Ich bin zum Beispiel sicher, dass Barack Obama am 04. Juni 2009 mit einer Rede in der Universität von Kairo den "Arabischen Frühling" ausgelöst hat. In unseren Medien hat diese Rede nicht viel Beachtung gefunden - bei den jungen Menschen in der arabischen Welt aber war und ist sie wegweisend.
Ein Artikel auf zeit.de zu dieser Rede.
Die Rede im Wortlaut (pdf)
Facelifting
Sonntag, Juni 16
Mit wenig Aufwand aus Texten kleine Kunstwerke machen - dabei die Seiten doch recht einfach und schlicht halten. Nach längerer Zeit gibt es mal wieder ein größeres Facelifting auf www.killert.de. Und dabei habe ich versucht, diesen Vorsatz umzusetzen.
Einige Texte werden vorgelesen. Das werde ich ab und an bei neuen Texten so machen. Allerdings sind dabei die Ressourcen auf soundcloud begrenzt. Alternativen sind in Arbeit.
Neu sind auch die Möglichkeiten, Tagebucheinträge bei Facebook zu ´liken´ auf Google zu empfehlen oder zu twittern. Mal schauen, ob das genutzt wird.
Keines der Hintergrundfotos ist geklaut. Die sind alles selbst geknipst.
Das Rapid Weaver Theme, mit dem ich dieses Facelifting gemacht habe, nennt sich “Thoughts”. Hier gibt es weitere Infos: “Thoughts” by Michael Frankland.
Einige Texte werden vorgelesen. Das werde ich ab und an bei neuen Texten so machen. Allerdings sind dabei die Ressourcen auf soundcloud begrenzt. Alternativen sind in Arbeit.
Neu sind auch die Möglichkeiten, Tagebucheinträge bei Facebook zu ´liken´ auf Google zu empfehlen oder zu twittern. Mal schauen, ob das genutzt wird.
Keines der Hintergrundfotos ist geklaut. Die sind alles selbst geknipst.
Das Rapid Weaver Theme, mit dem ich dieses Facelifting gemacht habe, nennt sich “Thoughts”. Hier gibt es weitere Infos: “Thoughts” by Michael Frankland.
Da steckt mehr dahinter
Sonntag, Juni 9
Es gibt so manche Aussage, manchen Blog Eintrag von Menschen in der zweiten Reihe. Das sind diejenigen, die das umsetzen, was sich andere ausdenken. Vor Jahren war absehbar, dass bei einer Vernüpfung aller offensichtlichen Vorteile von OpenSource Software und speziell LINUX, dieses sich durchsetzen wird. Leider ist sich die OpenSource Gemeinde nicht grün - im Gegenteil, wie er Clinch zwischen KDE und GNOME zeigte.
Es musste also etwas passieren, ein starker Partner, der diese Mißstände aushebelt und überbrückt. Für LINUX sind die tonangebenden Köpfe Linus Thorvalds und Mark Shuttleworth. Letzterer ist der Chef von Canonical und der Initiator von UBUNTU, der erfolgreichsten Linux Distribution. Nachdem sich Thorvalds nicht mehr abfällig über Google äussert bzw. seine Aussage “Android sei nur ein Linux-Fork” einfach nur noch als Tatsache gewertet wird, scheint sich auch bei Canonical die Zuwendung zu dem stärksten nur denkbaren Partner abzuzeichnen. CHROME basiert auf dem OpenSource Projekt CHROMIUM, CHROME OS ist Open Soure - jetzt zeigen auch die Chef aus der zweiten Reihe die sich abzeichnende Kooperation, die nach meiner Einschätzung in den kommenden Jahren unser aller Verhältnis zu Smartphones und Notebooks verändern wird. CANONICAL selbst arbeitet jetzt aktiv an CHROME OS mit und unterstützt GOOGLE damit offensiv und direkt. Und ich glaube nicht, dass man sich selbst Konkurrenz machen wird. Da steckt mehr dahinter.
http://blog.canonical.com/2009/11/19/google-chrome-os-and-canonical/
Es musste also etwas passieren, ein starker Partner, der diese Mißstände aushebelt und überbrückt. Für LINUX sind die tonangebenden Köpfe Linus Thorvalds und Mark Shuttleworth. Letzterer ist der Chef von Canonical und der Initiator von UBUNTU, der erfolgreichsten Linux Distribution. Nachdem sich Thorvalds nicht mehr abfällig über Google äussert bzw. seine Aussage “Android sei nur ein Linux-Fork” einfach nur noch als Tatsache gewertet wird, scheint sich auch bei Canonical die Zuwendung zu dem stärksten nur denkbaren Partner abzuzeichnen. CHROME basiert auf dem OpenSource Projekt CHROMIUM, CHROME OS ist Open Soure - jetzt zeigen auch die Chef aus der zweiten Reihe die sich abzeichnende Kooperation, die nach meiner Einschätzung in den kommenden Jahren unser aller Verhältnis zu Smartphones und Notebooks verändern wird. CANONICAL selbst arbeitet jetzt aktiv an CHROME OS mit und unterstützt GOOGLE damit offensiv und direkt. Und ich glaube nicht, dass man sich selbst Konkurrenz machen wird. Da steckt mehr dahinter.
http://blog.canonical.com/2009/11/19/google-chrome-os-and-canonical/
Anschreiben gegen den Zeitgeist
Samstag, Juni 8
Bedeutet: Die Fakten, die Realität überholt das, was ich gerade schreibe. Bei mir heißt es nicht “Prism”, aber die Protagonisten sind fast dieselben. Ich kriege Panik. War es umsonst, was ich in den letzten Wochen geschrieben habe? Nein - meine Phantasie ist mächtiger als es die Realität jemals sein könnte.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/zuckerberg-und-page-dementieren-kenntnis-ueber-nsa-programm-prism-a–904505.html
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/zuckerberg-und-page-dementieren-kenntnis-ueber-nsa-programm-prism-a–904505.html
How to recover a Chromebook completly
Montag, Mai 20
After buying a Chromebook and some experiments with UBUNTU Linux, I found myself stuck in a very strange problem which I couldn´t resolve easily.
I have tried to install UBUNTU following this instruction:
http://www.whatthetech.info/installing-ubuntu-13-04-samsung-chromebook/
Frankly - I don´t think there is a problem with this instruction. I think I messed something up. Nevertheless - I wanted to go back to the factory settings of the chromebook. That is an easy task: switch back from developer mode to the normal “verified” mode and afterwards start a powerwash by hitting CTRL+ALT+SHIFT+R in the login screen.
Normally you would think everything is fine after this. But I made the experience that the internal SSD drive was full and the local folders showed only a few megabytes of free memory. Even with a powerwash something was left in the filesystem - I guess it was the unpacked UBUNTU image somewhere that did not get cleaned up with the reset. I was not able to figure out the root cause. As I already stated, I´m pretty sure that I messed something up, maybe by entering a wrong folder in the bash screen … whatever.
The only way to recover this was to recover the whole Chromebook with a recovery image. You can create such an image by typing chrome://imageburner in your browser.
But this won´t work, because the image needs to be unpacked and you do not have enough space ;-)
So what can you do?
When you start the Chromebook and press ESC + REFRESH Key before the Powerbutton you enter a screen where the Chromebook expects a recovery from a USB Drive or SD Card. And here are the instructions how to create this Image with the help of a second computer, regardless of the OS. You can do this on a PC, a MAC or even a Linux machine:
http://support.google.com/chromeos/bin/answer.py?hl=en&hlrm=de&answer=1080595
When the recovery drive or SD card is ready and you put it into the Chromebook, the recovery starts and afterwards everything is fine.
I have tried to install UBUNTU following this instruction:
http://www.whatthetech.info/installing-ubuntu-13-04-samsung-chromebook/
Frankly - I don´t think there is a problem with this instruction. I think I messed something up. Nevertheless - I wanted to go back to the factory settings of the chromebook. That is an easy task: switch back from developer mode to the normal “verified” mode and afterwards start a powerwash by hitting CTRL+ALT+SHIFT+R in the login screen.
Normally you would think everything is fine after this. But I made the experience that the internal SSD drive was full and the local folders showed only a few megabytes of free memory. Even with a powerwash something was left in the filesystem - I guess it was the unpacked UBUNTU image somewhere that did not get cleaned up with the reset. I was not able to figure out the root cause. As I already stated, I´m pretty sure that I messed something up, maybe by entering a wrong folder in the bash screen … whatever.
The only way to recover this was to recover the whole Chromebook with a recovery image. You can create such an image by typing chrome://imageburner in your browser.
But this won´t work, because the image needs to be unpacked and you do not have enough space ;-)
So what can you do?
When you start the Chromebook and press ESC + REFRESH Key before the Powerbutton you enter a screen where the Chromebook expects a recovery from a USB Drive or SD Card. And here are the instructions how to create this Image with the help of a second computer, regardless of the OS. You can do this on a PC, a MAC or even a Linux machine:
http://support.google.com/chromeos/bin/answer.py?hl=en&hlrm=de&answer=1080595
When the recovery drive or SD card is ready and you put it into the Chromebook, the recovery starts and afterwards everything is fine.
Wolkenverhangen
Montag, Mai 20
So war das Pfingstwochenende. Ich bin jetzt ganz stark auf Wolken fixiert. Ja, ich konnte es nicht lassen und habe mit einem neuen Spielzeug herumexperimentiert. Ich bin jetzt komplett in der “Cloud”.
Seit etwa März diesen Jahres verkauft Samsung eine recht günstige neue Variante seines Chromebooks. Das ist ein kleines, handliches Notebook im Stil eines MacBook Air von Apple für unter 300,- EUR (bzw. 349,- EUR mit UMTS). Es ist superleicht, hat ein großes Touchpad, eine normal große Tastatur, aber es hat als Betriebssystem CHROME OS. Das ist das zweite große Schlachtschiff von Google neben Android, was ja auf der Mehrheit aller Smartphones installiert ist. Was Android für Touch-basierte Devices (Tablets, Handys) ist, das ist CHROME OS für das “normale” Notebook.
CHROME OS ist ein cloud-basiertes Betriebssystem, d.h. alle Daten, alle Anwendungen liegen in der Cloud. Die Cloud ist ein Online Speicher, der sich mit allen angeschlossenen Geräten eines User synchronisiert. Lokaler Speicher, Installationen lokal, Updated lokal etc. sind damit nicht mehr notwendig.
Ein Google Account ist zwingend notwendig. Wer einen Text oder eine Tabelle bearbeiten will, macht dies in GOOGLE DOCS online. Der Vorteil: alle Dokumente stehen jederzeit und überall zur Verfügung, benötigen kein zusätzliches Backup und die wichtigsten Funktionen haben die Online-Anwendungen allemal. Nachteil: ohne Internetverbindung ist das Ganze völlig nutzlos. Man sollte also ständig online sein. Google bietet für einige Anwendungen eine Offline Synchronisation an, d.h. man kann dann auch unterwegs an einem Text weiterschreiben oder eine Präsentation verfeinern, aber die wichtigsten Funktionen sind sehr limitiert. Man muss sich den Rechner vorstellen als Notebook, auf dem nur der ChromeBrowser läuft. Alles wird als App innerhalb von Chrome oder als Erweiterung von Chrome installiert. Dafür gibt es in einem WebStore hunderte Anwendungen, kostenfrei oder kostenpflichtig.
Das Notebook ist sehr kompakt und unglaublich leicht. Es wiegt nur etwas mehr als ein Kilo. Die Tastatur ist absolut für Vielschreiber geeignet. Das Touchpad ist etwas anders, als bei einem MacBook. Die rechte Maustaste wird mit dem Tippen von zwei Fingern simuliert - bei anderen Notebooks ist das Trackpad quasi unsichtbar unterteilt. Wer das Chromebook einschaltet wird begeistert sein - ein Kaltstart dauert gerademal vier Sekunden. Ein kompletter “Powerwash” - d.h. das Chromebook wird in den Auslieferungszustand versetzt - dauert vielleicht eine Minute. Dadurch, dass alles an die Google ID gebunden ist, wird das System mit allen Einstellungen in weniger als zwei Minuten komplett wieder hergestellt.
Die Akku-Leistung (der Akku ist leider fest verbaut) ist sehr gut. Sechs bis sieben Stunden schafft der Akku locker. Anschlüsse sind 1xUSB, 1xUSB 3.0, HDMI, UMTS Modul, SD Karten Slot, Kopfhörer. Eine einfache VGA Webcam für Chats ist ebenfalls eingebaut. Da in dem Chromebook ein normaler ARM Prozessor läuft, der auch in Tablets oder Handys zu finden ist, ist die Leistung eingeschränkt. HD Videos auf YouTube ruckeln manchmal in der Wiedergabe ein wenig.
Wenn ich aber von Herumexperimentieren spreche, dann meine ich damit den Versuch, auf diesem Gerät Linux zu installieren. Direkt vorweg: mir ist es nicht gelungen, was aber vermutlich eher an mir, als an der Hardware oder den Anleitungen im Internet liegt. Ich habe auch relativ schnell aufgegeben, denn die entscheidende Erkenntnis zeigt sich, wenn man CHROME OS (was ja im Grunde eine Linux Variante ist) eine Chance gibt. Es gibt im Grunde nichts, was sich nicht mit CHROME OS erledigen liesse. Es gibt freie Software für alle möglichen Bereiche. Sogar ein Videoschnitt ist denkbar, um z.B. bereits im Urlaub Videos zu trimmen. Es gibt Bildverwaltungen und Bildbearbeitungen, Google Docs oder andere Office Suiten sind zu 100% mit Microsoft Office kompatibel - sagen zumindest die Hersteller und ich kann nichts Gegenteiliges berichten.
Der wichtigste Speicherplatz ist Google Drive. 5GB sind dort kostenlos. Mit dem Erwerb eines Chromebooks gibt es für zwei Jahre 100GB kostenlos. Wer das CHROMEBOOK als Zweitrechner nutzt braucht das aber vermutlich gar nicht. Ein Micro-USB Stick mit 32 GB als zusätzlichem Speicher tut es auch.
Zwei Dinge stören mich gewaltig - für diese gibt es bisher aber noch keine Lösung. Ich hätte gerne einen Shortcut, der das Chromebook im aufgeklappten Zustand in den Sleep-Modus schickt. Und im Vollbild Modus bei der Google Docs Bearbeitung gibt es einen Bug - der Cursor wird falsch positioniert.
Wie ich mit der fehlgeschlagenen Linux Installation zurecht gekommen bin, erkläre ich in einem separaten Posting auf englisch. Ich könnte mir vorstellen, dass einige Bastler das gleiche Problem hatten und sich ggf. wundern, warum das Chromebook trotz Reset Probleme bereitet … .
Weitere Schreenshots und Updates finden Sie in diesem flickr-Album:
http://www.flickr.com/photos/pkillert/sets/72157633526430169/
Seit etwa März diesen Jahres verkauft Samsung eine recht günstige neue Variante seines Chromebooks. Das ist ein kleines, handliches Notebook im Stil eines MacBook Air von Apple für unter 300,- EUR (bzw. 349,- EUR mit UMTS). Es ist superleicht, hat ein großes Touchpad, eine normal große Tastatur, aber es hat als Betriebssystem CHROME OS. Das ist das zweite große Schlachtschiff von Google neben Android, was ja auf der Mehrheit aller Smartphones installiert ist. Was Android für Touch-basierte Devices (Tablets, Handys) ist, das ist CHROME OS für das “normale” Notebook.
CHROME OS ist ein cloud-basiertes Betriebssystem, d.h. alle Daten, alle Anwendungen liegen in der Cloud. Die Cloud ist ein Online Speicher, der sich mit allen angeschlossenen Geräten eines User synchronisiert. Lokaler Speicher, Installationen lokal, Updated lokal etc. sind damit nicht mehr notwendig.
Ein Google Account ist zwingend notwendig. Wer einen Text oder eine Tabelle bearbeiten will, macht dies in GOOGLE DOCS online. Der Vorteil: alle Dokumente stehen jederzeit und überall zur Verfügung, benötigen kein zusätzliches Backup und die wichtigsten Funktionen haben die Online-Anwendungen allemal. Nachteil: ohne Internetverbindung ist das Ganze völlig nutzlos. Man sollte also ständig online sein. Google bietet für einige Anwendungen eine Offline Synchronisation an, d.h. man kann dann auch unterwegs an einem Text weiterschreiben oder eine Präsentation verfeinern, aber die wichtigsten Funktionen sind sehr limitiert. Man muss sich den Rechner vorstellen als Notebook, auf dem nur der ChromeBrowser läuft. Alles wird als App innerhalb von Chrome oder als Erweiterung von Chrome installiert. Dafür gibt es in einem WebStore hunderte Anwendungen, kostenfrei oder kostenpflichtig.
Das Notebook ist sehr kompakt und unglaublich leicht. Es wiegt nur etwas mehr als ein Kilo. Die Tastatur ist absolut für Vielschreiber geeignet. Das Touchpad ist etwas anders, als bei einem MacBook. Die rechte Maustaste wird mit dem Tippen von zwei Fingern simuliert - bei anderen Notebooks ist das Trackpad quasi unsichtbar unterteilt. Wer das Chromebook einschaltet wird begeistert sein - ein Kaltstart dauert gerademal vier Sekunden. Ein kompletter “Powerwash” - d.h. das Chromebook wird in den Auslieferungszustand versetzt - dauert vielleicht eine Minute. Dadurch, dass alles an die Google ID gebunden ist, wird das System mit allen Einstellungen in weniger als zwei Minuten komplett wieder hergestellt.
Die Akku-Leistung (der Akku ist leider fest verbaut) ist sehr gut. Sechs bis sieben Stunden schafft der Akku locker. Anschlüsse sind 1xUSB, 1xUSB 3.0, HDMI, UMTS Modul, SD Karten Slot, Kopfhörer. Eine einfache VGA Webcam für Chats ist ebenfalls eingebaut. Da in dem Chromebook ein normaler ARM Prozessor läuft, der auch in Tablets oder Handys zu finden ist, ist die Leistung eingeschränkt. HD Videos auf YouTube ruckeln manchmal in der Wiedergabe ein wenig.
Wenn ich aber von Herumexperimentieren spreche, dann meine ich damit den Versuch, auf diesem Gerät Linux zu installieren. Direkt vorweg: mir ist es nicht gelungen, was aber vermutlich eher an mir, als an der Hardware oder den Anleitungen im Internet liegt. Ich habe auch relativ schnell aufgegeben, denn die entscheidende Erkenntnis zeigt sich, wenn man CHROME OS (was ja im Grunde eine Linux Variante ist) eine Chance gibt. Es gibt im Grunde nichts, was sich nicht mit CHROME OS erledigen liesse. Es gibt freie Software für alle möglichen Bereiche. Sogar ein Videoschnitt ist denkbar, um z.B. bereits im Urlaub Videos zu trimmen. Es gibt Bildverwaltungen und Bildbearbeitungen, Google Docs oder andere Office Suiten sind zu 100% mit Microsoft Office kompatibel - sagen zumindest die Hersteller und ich kann nichts Gegenteiliges berichten.
Der wichtigste Speicherplatz ist Google Drive. 5GB sind dort kostenlos. Mit dem Erwerb eines Chromebooks gibt es für zwei Jahre 100GB kostenlos. Wer das CHROMEBOOK als Zweitrechner nutzt braucht das aber vermutlich gar nicht. Ein Micro-USB Stick mit 32 GB als zusätzlichem Speicher tut es auch.
Zwei Dinge stören mich gewaltig - für diese gibt es bisher aber noch keine Lösung. Ich hätte gerne einen Shortcut, der das Chromebook im aufgeklappten Zustand in den Sleep-Modus schickt. Und im Vollbild Modus bei der Google Docs Bearbeitung gibt es einen Bug - der Cursor wird falsch positioniert.
Wie ich mit der fehlgeschlagenen Linux Installation zurecht gekommen bin, erkläre ich in einem separaten Posting auf englisch. Ich könnte mir vorstellen, dass einige Bastler das gleiche Problem hatten und sich ggf. wundern, warum das Chromebook trotz Reset Probleme bereitet … .
http://www.flickr.com/photos/pkillert/sets/72157633526430169/
Guter Geschmack in Europa
Sonntag, Mai 19
Ich sollte definitiv mehr Eurovision Song Contest anschauen. Nur Platz vier - der gute Geschmack ist noch nicht in ganz Europa angekommen ;-)
Neue Töne von Linus Thorvalds
Samstag, Mai 18
Neben Bill Gates, Steve Jobs, Mark Zuckerberg der wichtigste Mensch der IT History: Linus Torvalds, der Begründer von Linux. In diesem Video erklärt er, warum Linux im Desktop Bereich noch keinen signifikanten Erfolg hat. Er setzt seine Hoffnungen auf Android. Android vereint die Stärken von Linux, widerspricht durch die Dominanz von Google aber ein wenig dem OpenSource Gedanken. Android hat lt. der heutigen Keynote von Google über 900 Millionen Aktivierungen weltweit. Spannendes Thema. Mehr dazu und meinen Erfahrungen mit einem Chromebook hier in Kürze.
Interview / Q&A Session mit Linus Thorvalds
Interview / Q&A Session mit Linus Thorvalds
Es hat schon einen tieferen Sinn
Dienstag, Mai 7
“Ausweitung des Sichtfeldes zur optimierten Wahrnehmung des Beuteschemas - Oder: Die tägliche Sichtung der blonden Maus.” - Was ich mit so einem Titel bezwecke? Ob ich denn nicht wüsste, dass bei so einem Titel 90% der Menschen gar nicht mehr weiterlesen? Aber sicher ist mir das bewusst.
Ein guter Autor selektiert eben seine Leserschaft schon mit dem Titel seines Machwerkes.
Ein guter Autor selektiert eben seine Leserschaft schon mit dem Titel seines Machwerkes.

