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Kurzreview: Das Tafelsilber von THE CURE

3134_mediumManche Anschaffung kostet Überwindung. Zum einen die, sich diese zu leisten und dann, wenn man sie auspackt, wäscht man sich vorher erst mal die Finger. Bloß keine Fettflecken auf die Neuerwerbung. Die Rede ist von einer Raritäten-Sammlung von "The Cure" mit dem Titel "Join The Dots" – die mit Abstand am schönsten aufgemachte Sammlung von Raritäten und B-Seiten, die ich kenne. Im Buchformat mit vier CD’s und 70 Songs, die auf keinem regulären Album in dieser Form zu haben sind. "The Cure" verscherbeln ihr Tafelsilber und wirklich, das muss man haben …

Zwar gibt es von "The Cure" mehrere Single- und GreatestHits Compilations – das hier ist aber was ganz besonderes. "The Cure" haben des Öfteren auf B-Seiten grandiose Songs versteckt, wie z.B. "Halo" von der Maxi "Friday I’m In Love" – mir völlig unverständlich, wie das "nur" eine B-Seite sein kann. Außerdem der vielleicht beste Song von "The Cure" namens "Burn", der bisher nur auf dem Soundtrack von "The Crow" zu hören war. Wer glaubte mit "The Forest" hätten "The Cure" bereits die tiefsten Abgründe aufgetan wird hier eines besseren belehrt. Songs wie "Splintered In Her Head" (B-Seite von "Charlotte Sometimes", um Klassen besser als die A-Seite und völlig abgefahren) oder das phantastische "Lament" verstärken diesen Eindruck.

Die erste CD, die die Jahre 1978 bis 1987 umfasst zeigt eine besondere Perle: "Do The Hansa" war einer der ersten Cure Songs überhaupt. Mit diesem Song gewannen "The Cure" einen Wettbewerb Ende der 70er Jahre der Firma "Hansa Records" und damit ihren ersten Plattenvertrag. Ansonsten findet man gerade auf dieser CD nur unbekannte Songs, einer besser als der andere. Dann noch einige Coversongs wie z.B. "Purple Haze" von Jimi Hendrix oder "World In My Eyes" von Depeche Mode, bisher nicht veröffentlichte Remixes und Outtakes von diversen Albumsessions. Und – wie schon erwähnt – der grandiose Aufmach dieser Sammlung in Buchform mit kompletter Discographie und tollen unveröffentlichten Photos, besonders aus der frühen Phase der Band. Interessant, so sah die Band aus als Robert Smith noch Geld für den Friseur hatte :-)



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