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Kunstwerke erzählen Kölner Stadtgeschichte von 1893 bis 2020

In Köln-Vogelsang wird Stadtgeschichte jetzt von Kunstwerken erzählt. Insgesamt sieben Bronzereliefs werden die Geschichte und Transformation des Stadtgebietes im Kölner Westen vom Ackerland bis zum Landschafts- und Gewerbepark TRIOTOP von 1893 bis 2020 dokumentieren. Das erste der von dem Kölner Künstler Bernd Grimm gestalteten Werke wurde heute enthüllt.

Die ein Meter mal ein Meter großen Bronzereliefs zeichnen die Wandlung der Strukturen des Standortes nach: von der Landwirtschaft über gewerbliche und industrielle Nutzungen, dem Brachfallen von Teilen des Areals und der Entwicklung des Biotops am Wassermannsee bis hin zur Weiterentwicklung zu einem Landschafts- und Gewerbepark mit hochwertiger und mehrfach ausgezeichneter Architektur.

Das erste Relief, das heute am neuen TRIOTOP-Platz am Fuße der Belvederebrücke aufgestellt wurde, zeigt die Struktur des Stadtgebietes 1893: Felder, Wiesen und einzelne Verkehrswege prägen das Bild. Erkennbar sind drei Konstanten, die sich bis heute erhalten haben: Im Westen die ansteigende Landschaft, die Militärringsstraße, die sich an die Hangkante der Rheinmittelterrasse schmiegt sowie die diagonal verlaufende Eisenbahnlinie nach Aachen.

Die weiteren sechs Bronzereliefs, die die Jahre 1926, 1934, 1975, 2000, 2010 und 2020 (Fertigstellung des TRIOTOP) dokumentieren, sollen in jährlichem Rhythmus am TRIOTOP-Platz aufgestellt werden.

Gestaltet hat die Bronzereliefs der Kölner Künstler Bernd Grimm im Auftrag des Kölner Traditionsunternehmens Friedrich Wassermann, das bereits seit 1920 am Standort aktiv ist und auch das TRIOTOP-Köln projektiert hat.

Grimm, der u. a. für den berühmten Architekten Oswald Matthias Ungers in Köln eine Lehrsammlung historischer Architekturen (Architekturikonen und Stadtreliefs) geschaffen hat und unlängst von Architectural Digest als „Kölner Modell-Michelangelo“ bezeichnet wurde, hat die Reliefs nach umfangreichen wissenschaftlichen Vorarbeiten und Recherchen in akribischer künstlerischer Arbeit entwickelt und gestaltet.

Der Direktor der Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv, Dr. Ulrich Soénius, betonte anlässlich der Enthüllung des ersten Reliefs, die Kunstwerke dokumentierten sehr anschaulich den Wandel des Standorts von der Landwirtschaft bis zum heutigen Dienstleistungsgewerbe. Dies sei auch für andere Standorte in Köln typisch, aber an diesem würde es erstmals sichtbar gemacht. „Das Projekt ‚Transformation’ ist eine sehr eindrucksvolle künstlerische Aufbereitung eines spannenden Aspekts Kölner Stadt- und Wirtschaftsgeschichte“, sagte Soénius. Diese sei auch optisch im Kölner Stadtbild mehr zu verankern.

Ausdrücklich dankte der RWWA-Direktor dem Initiator des Kunstprojektes Anton Bausinger für dessen beispielgebendes unternehmerisches Engagement zur Förderung von Kunst und historischer Dokumentation. „Anton Bausinger beweist mit dieser Förderung historisches Bewusstein, kulturelle Kompetenz und gesellschaftliches Engagement – besser geht es nicht!“

„Die Kunstwerke, die wir nach und nach am Fuße der gut frequentierten Belvederebrücke aufstellen, sollen die Betrachter einladen zu einer spannenden Zeitreise von der Vergangenheit in die Gegenwart dieses Stadtviertels im Kölner Westen“, sagte Initiator und Ideengeber Anton Bausinger, geschäftsführender Gesellschafter der Bauunternehmung Friedrich Wassermann. Zur hochwertigen Architektur in grüner Natur geselle sich jetzt noch stärker die Kunst, die ja ohnehin schon im TRIOTOP an vielen Orten präsent sei. Auch Bezirksbürgermeister Josef Wirges lobte das Projekt „Transformation“ als große Bereicherung für Köln und vor allem für den Stadtbezirk Ehrenfeld.

Weitere Informationen: www.friedrich-wassermann.de


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