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... oder alle Macht den Verlegern. Natürlich gibt es für einen Verlag sinnvolle Kriterien um ein Buch zu veröffentlichen. In der Lawine täglicher Neuerscheinungen ein Kleinod zu entdecken ist gar nicht so einfach. Es zu verkaufen auch nicht. Aber was machen die Kritiker? Wie wählen sie aus? Sind sie zu Erfüllungsgehilfen der Verlage geworden? Gibt es in den Foren rekrutierte Rezensenten deren Arbeit die Auswahl erleichtern soll? Gepuschte Selektion? Ich bin Vielleser. Wähle meine Bücher nach Titel und Cover. Achte dabei auf interessante Ideen und lese nur dann den Klappentext. Null acht fünfzehn wandert promt ins Regal zurück. Ich will neue Themen, neuen Ausdruck, aussergewöhnliche Abenteuer erleben. Wo ist das Forum für interessante Geschichten? Wo über Bücher diskutiert wird, die lesenswert sind und von niemanden gepuscht werden? Unterscheide ich mich so sehr von anderen Lesern?

Hallo Anton,

eine Lösung dafür ist das Selfpublishing. Dort kann genau so eine Literatur gedeihen. Die wenigen traditionellen Verlage, die vielleicht noch im letzten Jahrhundert geholfen haben, Autoren aufzubauen (mir fällt dazu immer wieder die Beziehung Uwe Johnson <-> Siegfried Unseld ein) gibt es nicht mehr. Es werden lukrative Autoren aus dem Ausland eingekauft und es werden Banalitäten, wie die  nächste irrelevante Biografie eines B-Promis veröffentlicht.  Das bringt eben Kohle.

Das Fatale am Selfpublishing ist jedoch, dass es in dem Ruf steht, Veröffentlichungsmotor ebenfalls von Banalitäten zu sein. Wieder eine Zombie-Apokalypse, noch mehr Shades Of Grey Abklatsch - alles nicht so schlimm, wenn es nicht wirklich Selfpublisher gäbe, die glauben, die Welt habe auf ihr Buch gewartet und Aufmach und Rechtschreibung seien überbewertet. Das Ergebnis sind Bücher mit linksbündigem Flattersatz und einem Dutzen Rechtschreibfehlern auf der sten Seite. Das führt dazu - und das erleben wir gerade - dass Selfpublishing zu einer Nebenkultur wird. Damit wird man den vielen Autorinnen und Autoren nicht gerecht, deren Bücher mindestens so professionell sind wie die, der klassischen Verlage.

Letztendlich gibt es nur einen Weg: selbst nach den Perlen tauchen. Klassisch oder beim Selfpublishing. Und vielleicht ab und an in einem solchen Forum solche Perlen präsentieren.

Viele Grüße

P.

Hallo Peter,

danke für Deine Antwort. Diesen Weg beschreite ich. In wie weit ich dafür qualifizeirt bin, entzieht sich meiner Kenntnis. Was meine Geschichten betrifft erscheinen sie mir erzählenswert. Das Manko ist Mangel an Reflexion. Sogar das Vakuum des Universums enthällt Unmengen an virtuellen Teilchen, die einen Großteil der Gesamtenergie ausmachen. Das literarische Vakuum für Selbstpublisher wie mich, ist leer. Gänzlich.

Lieber Gruß, Anton.